chronik: osterfahrt 2000  

 
Im Hintertaunus:
Grävenwiesbach, Eschbacher Klippen, Usingen

20. April 2000 (Gründonnerstag)

Unsere Adventurefahrt im Herzen des Hintertaunus begann planmäßig um 17 Uhr im Sippenheim. Zeltzeug, Verpflegung und Töpfe wurden verteilt: lueden, Dirk, Mini, Bunny, André, Marc, Felix und Christopher bekamen jeweils ein Päckchen; das Mittagessen legten wir für Lars, Jens und sebb hin, die wir am nächsten Tag treffen wollten.

Vierzig Minuten später saßen wir in der Bahn nach Grävenwiesbach. Dirk erzähle vom Führerkurs in Cabeul (Frankreich). Unterwegs trafen wir Ali Baba ohne die 40 Räuber und dann waren wir auch schon da.

Als erstes verbreiteten telefonisch wir ein bisschen Panik, weil lueden den Sippenheimschlüssel noch in der Hemdtasche hatte, statt ihn für Jens und Lars zu hinterlegen und weil wir keinen Wassersack mithatten. Dann ließen wir uns in einer Gaststätte die Feldflaschen füllen und marschierten los nach Norden. Unterwegs sangen wir „die Lappen hoch“ und andere lustige Schlager, amüsierten uns über einen Motorradfahrer, der mit Höllenlärm an uns vorbeiknatterte und kurz darauf seinen Motor endabwürgte, und genossen das wunderbare Wetter.

Unter einem blühenden Baum machten wir Pause, um die Fahrt zu eröffnen. Dann versuchten wir, uns mit Karte und Kompass einen Überblick über die Lage zu verschaffen, was allerdings nicht so einfach war, weil Marcs Gestellrucksack aus Metall ist... Als wir weiterzogen, kamen wir an einer alten Fabrik vorbei, die uns als Schlafplatz gut gefiel, aber der Betonboden war etwas hart. Wir stellten das Gepäck ab und erkundeten die Gegend. Direkt hinter der Fabrik verliefen die Gleise nach Hasselborn und nach 200m begann ein Tunnel. Auf der anderen Seite der Gleise war ein Bach, ein breiter Wiesenstreifen und danach ein Waldstück mit weichem Boden und viel Platz zwischen den Bäumen. Dort beschlossen wir zu ponchen. Hätten wir gesehen, dass 50m weiter ein paar Bienenstöcke standen, wäre unsere Entscheidung vielleicht anders ausgefallen.

Als wieder alle versammelt waren, suchten wir einen riesen Stapel Holz zusammen, den Bunny in Brand setzte. Ponchos und Isomatten wurden im Wald verteilt, das Essbesteck ausgepackt und bald saßen wir in der Dämmerung auf der Wiese ums Feuer, der gute Feuerzauber blubberte erst im Topf dann in unserm Magen und wir redeten über Christen, Ansichtssachen und Sternbilder.

Die Nacht war angenehm, kein Tröpfchen Regen störte unsern Schlaf, aber der Mond wanderte immer höher und tauchte den kleinen Wald in gleißendes Licht.

lueden. (Fm, 27)

23. April 2000 (Ostersonntag)

Am nächsten Morgen sind wir aufgestanden, haben gefrühstückt und danach wollten einige noch zu den Eschbacher Klippen zum Klettern. Sebb, Lars und Jens sind einkaufen und die anderen klettern gegangen. Wir hatten ausgemacht, dass wir uns am Hattsteiner Weiher wieder treffen.

Und los ging's - 3 1/2 Stunden wandern. Als wir am See ankamen, haben wir erst einmal eine Pause gemacht. Dann machten wir ein Ringspiel. Nach dem Spielen sind lueden und ich zu meinem Opa, der in der Nähe wohnt, gelaufen. Ich habe ihn gefragt, ob wir bei ihm im Garten übernachten können. Er hatte nichts dagegen.

Daraufhin holten wir die anderen. Im Garten haben wir dann die Kohten aufgebaut und sind auf dem Balkon zum Abendessen einmarschiert. Vorher hatten Dirk und ich natürlich noch gekocht. Es gab Reisrissotto. Nach dem Futtern sind einige aufs Feld gelatscht und haben Fangen gespielt. Anschließend machten wir noch eine Nachtwanderung, die sehr lustig verlief als wir zurück kamen, sind alle müde in die Schlafsäcke gekrochen.

Bunny (P, 13)

24. April 2000 (Ostermontag)

Es ist so gegen 11.30 Uhr als die Träume von Rittern in Mayo-Farbenen Gewändern (siehe Irland Chronik) verblassen, und wir uns dachten: Verbreiten wir doch etwas Hektik - man könnte ja mal aufstehen - denn um 13.30 Uhr fährt unser Zug vom Bahnhof Saalburg/Lochmühle und wir müssen noch die fantasievoll aufgebauten Zelte abbauen und Frühstücken.

Da es die Nacht über sehr stark geregnet hat, sind die Kohtenbahnen etwas feucht geworden, was aber keinen hinderlichen Grund darbietet: Na Wahnsinn, jetzt ist es schon 12.55 Uhr und wir können endlich loslaufen. Um 13.00 Uhr sind wir an der Saalburg angekommen und sehen ein Schild „Bf Saalburg 2,6 Km“. Nach dem Schock haben einige sich gedacht, nehmen wir doch die Beine in die Hand und laufen etwas. Zum Glück geht es die meiste Zeit bergab, denn mit dem Rucksack auf dem Rücken ist es nicht so das Erlebnis, doch es hat schon fun gemacht.

Irgendwo im Wald um 13.17 Uhr fragten sich die, die vorgelaufen sind: „Wo ist der Rest?“ Jedenfalls wurde es Zeit, dass ein Schild wieder auf dem Bahnhof verweist damit wir den Richtigen weg nehmen. Um pünktlich 13.29 Uhr erreichten alle den Bahnhof, doch zu unserem Erstaunen fährt der Zug erst um 13.54 Uhr. Also gammelten wir noch den Rest der Zeit auf dem Bahnhof rum - was sollten wir auch anderes machen.

Bei dem Umstieg in Bad Homburg "Geschah" nix besonderes außer dass lüdens D-Saite gerissen ist - Gott sei Dank! In der S- Bahn waren die meisten (Dirk) von den Sicherheitsbeamten begeistert und der Augenblick das man kontrolliert wird rückt immer näher! - Ein Aufschrei! –

Endlich in Rödelheim angekommen, haben wir auf dem Hof geschlossen, packten die Kohtenbahnen aus und verschwanden im Sonnenuntergang um 14.45 Uhr.

Lars (P, 23)