chronik: osterfahrt 1998  

 
Eisenach / Thüringer Wald

1. Tag: Di, den 07.04.98

Heute sind wir vom Sippenheim zum Rödelheimer Bahnhof gegangen. Von dort sind wir mit der S Bahn zum Frankfurter Hauptbahnhof gefahren. Von dort aus sind wir auf Gleis 12 mit dem Stadtexpress nach Eisenach gefahren. Von dort sind wir dann nach Frötstädt gefahren und von dort aus sind wir nach Friedrichroda gefahren. Und hier sind wir jetzt, wo ich die Chronik im Moment schreibe. Dirk Timo und Lars sind Einkaufen und Andi sagte, daß er eine Glatze kriegen würde. Jens sagt, daß er seinen Gürtel enger schnallen könnte. Andi lacht. Jetzt kommt der Dirk. Flockenpüree war billiger und hat nur 2.49 DM gekostet. Andi behauptet, daß wir dick Minus machen würden, wegen dem TIP( Toll im Preis mit Krokant und Honig) Schoko- Müsli mit Schoko-Hafer-Pops.( Die Packung (375g) hat 1.99 DM gekostet. Timo fehlt. Der Markt hat Lila Kassenbons. Jeder packt jetzt seine Sachen ein. Jens warnt sebb, daß der Käse platzen könnte. Andi behauptet, daß es hier ein Perfekter Touristenort sei. Andi weiß nicht wohin wir gehen müssen. Andi holt die Karte, vor der Eisenbahnschranke, raus. Jens fragt wo jetzt die Bahn bliebe. Timo geht als Erster vor. Wir haben jetzt 14.23 h und Timo geht in der Bahnhofstraße ein Brot kaufen. Lars hat versucht mir das Chronikbuch in meine Tasche zu stecken. Um 14.50 h haben wir Eröffnung gemacht .(.....). Nach mühsamer Ersteigung suchte sich jeder eine Arbeit. Lars, Dirk, Mini und ich suchten einen Ort für Kröten oder Kothen, aber wir fanden nichts. Andi und Timo gingen Wasser und Milch holen, als wir Feuer machen Wären wir fast erstickt, weil das Holz naß war. Dirk und Lars schneiden die Worscht. Danach ließen wir Wasser kochen und dann taten wir den Flockenpüree in den Topf. Dann aßen wir . Später bauten wir eine Kröte auf in der Timo und Dirk schliefen, der Rest schlief in der Schutzhütte. Dann sangen wir Liedchen. Aber da war ein komisches Lied mit Brombeeren, daß mir dann erklärt wurde. Dann las uns sebb etwas vor. Dann legten wir die Schlafsäcke aus und schliefen. Aber kurz davor rangelten wir noch ein bißchen.

Kuki

2. Tag: Mi, den 08.04.98

Die Nacht endete für mich mit lautem Gesang von Timo ( die edlen Rittersleut`) um 4.45 h . Dafür kippte unter mysteriösen Umständen die Stange von der Kröte um, in der Dirk und Timo lagen. Aber das machte kaum etwas, denn sie waren sowieso naß bis auf die Daunen. Ich wälzte mich noch ein bißchen unter der Bank herum, unter der ich eingeklemmt war, weil direkt neben bzw. auf mir Jens lag, daneben sebb und nach 3000m Platz Kuki. Lars war über Nacht auf eine Bank ausgewandert, deshalb konnte sebb statt seiner Brille nur Larsens Ellenbogen finden. Draußen fluchte Timo denn es wurde Tag. Es war tierisch fett naß und kalt und überhaupt ekelig. Wir blieben also liegen. Später frühstückten wir mit abgefrorenen Fingern, bauten die Kröte ab und packten die nassen Ponchos und Zeltbahnen ein. Dann liefen wir schnell los, auf das uns war werde. Es half ein bißchen und um 10.15 h kamen wir an der Marienglashöhle an. Bis zur Führung hatten wir Zeit, die Glasbläserkunst zu bewundern, unser Geschirr zu spülen, ein richtiges Klo zu benutzen und die Schlafsäcke von Dirk und Timo halbwegs zu trocknen. Die Höhle war sehr interessant. Es gab einen künstlich angelegten Wasserfall, einen spiegelnden See, der gar nicht spiegelte, einige Stalacktiten und sogar Stalagmiten. Eigentlich war alles aus GIPS, nur an den Wänden hing Marienglas, der im Gegensatz zum Bergkristall nur eine Dichte von 2 hat. Als Lars sich etwas davon nehmen wollte, meckerte eine Frau. Dann Stiegen wir wieder hinaus in den Regen. Auf dem Weg nach Winterstein stand ein Wegweiser "noch 2,7 Km" , 700 m weiter waren es dann 3,2 Km. Auf diesen Schreck machten wir Mittag in einer Schutzhütte. Lars hatte total tolles Brot dabei. Anderes Thema : " Der Orangensaft war sehr gut ". Um 15.00 h kamen wir in Winterstein an und ersuchten beim Verkehrsamt um eine Bleibe. Eine nette Frau konnte uns leider nicht helfen, aber sie sagte uns, wo der Pfarrer wohnt. Dieser telefonierte mit der Pfarrerin des Nachbarorts Schwarzhausen, die uns nach 2 Km Wanderung auch sehr freundlich aufnahm. wir breiteten uns und die nassen Schlafsäcke aus, brachten die Kothenbahnen in einen Schuppen und liefen in den sonnigen Ort, einen Spielplatz zu finden. Dort gab es auch einen bis zwei Tümpel, die wir mit Kiesel auffüllten. Lars versuchte, die olympischen Ringe zu werfen. Später im Gemeindehaus spielten wir Borschtsch, Kommando Pimperle, Sender, Klopfkette und sebb schlief. Timo nähte sein Abzeichen an . Nach dem Abendessen sangen wir und sebb las aus Don Camillo vor. Währenddessen entfaltete das Reisrisotto mit Käse seine sättigende Wirkung und wir labten uns am supersüßen Gummibärchentee. Um 22.00 h Putzten wir uns die Zähne, legten uns in den Schlafsack und sangen "Abend ward". Gute Nacht.

lueden.

3. Tag: Gründonnerstag, den 09.04.98

Ich ignorierte das Weckerklingeln, indem ich mich noch einmal umdrehte. Kurz darauf hörte ich ein Gitarensaitengezupfe. Ich versuchte es ebenfalls zu ignorieren, aber es klappte nicht, also stand ich auf. Was auch die anderen machten. Mehr oder weniger freudig. danach packten wir zusammen. Als wir das alles erledigt hatten, hielt ich meine Losung. Danach machten wir uns an das Frühstück, daß wie immer "gut" schmeckte. Nach dem Aufräumen unserer Heimat machten wir uns auf den Weg nach Thal. Natürlich regnete es auf dem Weg dorthin. Wir mußten hohe Hü,gel bezwingen, um nach Thal zukommen. Endlich dort angekommen kauften wir ein. Wir mußten in 3 verschiedenen Läden einkaufen. Nach dem langen einkaufen machten wir uns auf den Weg zu einer Tropfsteinhöhle, um dort zu mittag zu essen. Anschließend besichtigten wir die Höhle. Die Führung war sehr interessant und lustig, deshalb kauften wir auch noch jede Menge Postkarten und Glückssteine. Dann zogen wir weiter Richtung Mosbach. Auf dem Weg dorthin hörte es auf zu regnen und die Sonne lies sich blicken. Es wurde schlagartig warm. In Mosbach kauften wir noch ein Brot und holten Wasser. Als wir das alles erledigt hatten gingen wir zum Waldbad, wo wir eigentlich übernachten wollten. Weil dort aber zu viele Häuser standen, gingen wir noch ein Stück weiter in den Wald hinein. Dort fanden wir nach längerem Suchen einen Platz. Wir bauten die Kothe auf und machten Feuer. Wir mußten immer wieder Leise sein, weil die nahe Straße sehr beliebt war. Ein paar von uns guckten sich die Kühe auf der Weide an. Als wir Wieder kamen machten wir das Essen. Es gab Thüringer Bratwurst mit Sauerkraut. Nach dem Essen tratschten wir noch ein bischgen über Gott und die Welt. In der Zwischenzeit machte sich das Sauerkraut bemerkbar. Als wir keinen Gesprächsstoff mehr hatten und uns kalt wurde, sangen wir noch "Abend ward" und versuchten einzuschlafen. Dies dauerte eine Weile wegen dem Kraut. Dann sagten wir noch Gute Nacht und verabschiedeten uns mit dem Gruß aller Bergm6auml;nner dieser Welt "Schluck auf !!".

Jens

4. Tag: Karfreitag, den 10.04.98

Nachdem wir um 10.00 h aufgestanden sind, hörten wir uns die Losung von sebb an und packten die Rucksäcke. Danach bauten wir die Kothe ab. Dann aßen wir Frühstück. Nach dem Frühstück wanderten wir ca 3 Km und suchten einen Platz für die Kothe in der Nä,he von Eisenach. Als wir einen Platz gefunden hatten, versteckten wir die Rucksäcke unter einem Poncho. Wir nahmen die Sachen für das Essen mit zur Drachenschlucht und aßen dort Mittag. Nach der Durchquerung der Drachenschlucht hatte Jemand die Idee, die Landgrafenschlucht entlang zu laufen. Das taten wir auch. Bei einer Pause stritten Timo und Lars welchen Weg wir nehmen müßten, aber Timo wurde überstimmt. Daher nahmen wir den Weg von Lars, weil er der richtige war. Kurz vor dem Schlafplatz gingen Timo und Ich nach Eisenach um Wasser für das Abendessen zu holen. Als wir in Eisenach waren fragten wir eine alte Dame, ob sie uns nicht die Wassersäcke auffüllen könnte. Aber da sie den 10 l Sack nur halbvoll gemacht hatte, fragten wir noch mal einen Mann. Dann liefen wir zu unserem Platz. Dort angekommen gaben wir die Säcke dem Dirk und sammelten mit Andi und meinem Bruder Kuki Feuerholz. Inzwischen bereiteten Lars und Dirk das Essen vor und Jens und sebb bauten die Kothe auf. Dann Kochen wir das Essen. Wir haben Weißkohl-Chassoulet gemacht. Anschließend hat sebb vorgelesen und wir sind schlafen gegangen.

Mini

5. Tag: Ostersamstag, den 11.04.98

"Ja, Hallo erstmal....." Der Tag begann mit einem erneuten Schrei: "Sch.... mein Schlafsack ist naß. (Zitat Kuki) Es war 7.15 h und regnete. Danach schritten wir zur Losung, die Andi hielt, er sprach über Jesus und seine Auferstehung. Nach Frühstück und Aufr6auml;umen der Kothe machten wir uns auf den Weg zur Wartburg. sebb trug als Erster den Rucksack mit dem Essen und dem Schwimmzeug. Nach einer quälenden Stunde saßen wir auf der Wartburg. Auf der Burg gab es eine Toilettenwarteschlange, die dauerte auch eine halbe Stunde.....(.....) So da bin ich wieder.... Wir sind von der Führung wieder da. Wir haben die Lutherstube, in der Er die Bibel ins Deutsche übersetzt hat, und vieles vieles mehr ( Einen Rittersaal, eine Kemenate,...) gesehen. Jetzt melde Ich mich vom Busbahnhof, wo wir jeder eine Thüringer Bratwurst gegessen haben. Kuki und sebb sind Fahrkarten kaufen gegangen, denn wir fahren mit dem Bus ins Schwimmbad. Der Bus kommt gerade und Kuki und Timo springen drauflos, doch der Bus dreht noch eine Runde. So, Jetzt sitzen wir im Bus und drohen die Lee`s zu tunken, wenn wir im Schwimmbad sind ( wenn wir mal da sind). Es ist 13.40 h und Lars, Timo, Mini und meine Wenigkeit waren einkaufen. sebb packt gerade den Rucksack mit den Essensvorräten. Bis 16.15 h sind wir im Schwimmbad gewesen. War sehr lustig. Auf dem Rückweg sind wir wieder mit dem Bus bis zum Hbf. gefahren, dort kauften Andi, Kuki und Mini drei Flaschen Wasser und Lars und Andi besorgten sich noch Postkarten. Jetzt, 17.20 h , schreiben die Beiden Karten, Timo, Jens und sebb labern über alles und nichts und ich schreibe Chronik. Jaaaa......ähm. Jetzt wollen Lars und Andi, daß wir die Karten auch unterschreiben. Seltsam.... Jens meint gerade, daß Timo über alles meckert und alles besser weis und..... Szenenwechsel..... auf dem Weg zu Zelt kamen wir an einem Denkmal vorbei. Dort fanden Timo, Kuki und Mini ein "Bravo". Während sie sie begierig lasen, stellten wir uns zu einem Foto vor das Denkmal auf. 10 min später sind wir schon wieder unterwegs. Am Frühen Abend breiteten wir unsre Sachen zum Trocknen an der Kothe aus, w6auml;hrend sebb und Andi Wasser holen gingen. Andi, Timo und Mini suchten Feuerholz und Lars, Jens und Ich schnitten Käse zum Essen. Kuki und sebb aßen den RestkÄse von der Rinde. Als Lars und ich die Zutaten zum Feuer hoch trugen, sagte sebb: "Kuckt mal, wir kriegen Besuch." Von Kühen. Lars ging nachsehen, von wo die Kühe aus der Weide kamen. Jens, sebb und Kuki spielte Cowboy und versuchten, die inzwischen drei gewordenen Kühe wieder auf die Weide zutreiben. Erfolgreich, wie wir später erfuhren. Jetzt sitzen wir wieder hier am Feuer. Während die Nudeln auf dem Feuer stehen und das Teewasser warm wird, ließt sebb weiter vor. Bereits nach dem ersten gelesenen Kapitel war das Essen, Tortellini mit Käse-Sahne-Soße, fertig. Mini und sebb haben gespült und danach wurde der Tag geschlossen.

Dirk

6. Tag: Ostersonntag, den 12.04.98

Stardate 01613,5 "Es tagt der Sonne Morgenstrahl......". Von wegen, um 4.45 h hat Andi mit seinem faszinierenden Gespräch angefangen, daß uns wach machen sollte, da wir an diesem Ostersonntag eine Frühstreife vorhatten. Wir trampelten auf den Hubbel und standen druff und lauschten dem allmählich anfangenden Vogelgezwitscher. Es wurde langsam heller und wir machten uns auf den Rückweg zum Zelt. Auf dem Weg entzündeten wir ein kleines Osterfeuer, daß erst nach mehrmaligen Versuchen entfachte. sebb hat einen netten Gottesdienst gehalten. Wir entschieden, daß wir zusammen packen und früher als geplant nach Eisenach laufen, da 2 Stunden im Schlafsack liegen wenig bringen. in Eisenach frühstückten wir erst einmal. Das Schlemmen ist nun beendet und das Automuseum liegt vor uns. In dem Museum haben wir mitbekommen, das das erste Wartburgauto ein BMW war. In der DDR hieß er dann EMW und erst viel später Wartburg. Nach dem interessanten Museum wuselten wir in der Stadt herum. Da wir "sehr" motiviert waren liefen wir zurück zum Bahnhof und erfragten einen Zug der früher fährt. Da dieser erst in eineinhalb Stunden fahren würde sahen wir uns noch das Bachhaus an, in dem mal Joh. Seb. Bach gelebt hat. Nachdem Haus rannten wir zum Bahnhof, holten unsere Rucksäcke von der netten Bahnbeamtin und wetzten mit dieser über die Gleise zu unserem Zug. Der Zug war brechend voll, in Fulda aßen wir Mittag und dann spielten wir ganze Zeit Karten. Im Sippenheim haben wir aufgeräumt und die Fahrt geschlossen.

Lars