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KUBB

Kubb - "Wickingerschach"
Ein Gotisches Spiel um Macht und Geschick

Kubb ist ein Freiluftwurfspiel aus der Zeit der Wickinger. Ausgehend von der Insel Gotland avancierte es in Schweden in den letzten Jahren zum absoluten Sommerhit.

  Fotos vom Bauen und Spielen

Historie: Kubb war im Mittelalter bei den Wikingern weit verbreitet, es wurde mit "Vedkubbar" (Schnittholz auf Schwedisch) gespielt. Von daher kommt auch der Name "Kubb", was nichts anderes bedeutet als Holzklotz. Das Spiel symbolisiert ein Schlachtfeld, auf dem zwei Armeen, dargestellt durch je 5 Soldaten (Kubbs), um den König kämpfen. Dank der hanseatischen Handelsliga, welche im ganzen baltischen Raum tätig war, hatte sich das Spiel schnell in ganz Nordeuropa verbreitet. Ende de 14ten Jahrhunderts war Kubb in Skandinavien, England, Nordfrankreich und Deutschland weit verbreitet. Leider verschwand das Spiel seit dieser Zeit fast komplett von der Bildfläche. Die Kubb-Kultur wurde nur noch in Gotland gepflegt, bis 1999 das Spiel in Schweden von einigen lokalen Schreinern wieder produziert wurde und innerhalb eines Jahres zu einem grossen Hit avancierte.

Die Geschichte von Kubb geht jedoch noch weiter zurück. Kubb wurde schon von den alten Griechen gespielt - jedoch unter anderem Namen und mit Steinblöcken als Spielmaterial. Das älteste kubbähnliche Spiel wurde in Ägypten in einer Grabkammer entdeckt und auf 5200 v.Ch. datiert. Seit 1995 werden die Kubb-Weltmeisterschaften auf Gotland ausgerichtet.

Die Kuba-Legende: Auf Kubbaner.de heißt es: "Wikinger brachten das Kubb-Spiel vor Jahrhunderten aus der Karibik nach Skandinavien. Dort gewann es unter der einfachen Landbevölkerung schnell an Bedeutung, besonders als Drohgebärde gegenüber dem eigenen Königshaus. Aus diesem Grund haben sich schon viel früher als im restlichen Europa sehr soziale und demokratische Entwicklungen trotz Feudaladel vollziehen können. In Kuba dagegen geriet Kubb unter dem zerstörerischen spanischen und amerikanischen Einfluss in völlige Vergessenheit. Nur der Name erinnert noch rudimentär an die eigentliche Herkunft des Spiels." Ist natürlich alles Quatsch, aber eine lustige Geschichte! ;-)

Bildquelle: Swisskubb.chDas Spiel:

Kubb ist ein Partyspiel, das mit 2-12 Personen im Freien gespielt wird. Es werden zwei Teams, ein Kubb-Spiel sowie eine relativ ebene Fläche von 5 x 8 bzw. 8 x 10 Metern benötigt. Gewöhnlich spielt man auf Gras, aber Unterlagen wie Kies, Sand, Stein oder Schnee sind auch möglich.

Die Spielfiguren sind aus Holz (z.B. Tanne oder Birke). Zu einem Spiel gehören:
1 König (Kung), Grundfläche etwa 7 x 7 cm und Höhe 30 cm.
10 Kubbs, Grundfläche etwa 7 x 7 cm und Höhe 15 cm.
6 runde Wurfhölzer (Kastpinnar), Durchmesser 4 cm und Länge 30 cm.
(4 Eckpflöcke (Körnpinne) 2 x 2 x 30 cm werden manchmal zur Abgrenzung des Spielfeldes benutzt).

Material und Kosten:
1 König (30cm), 10 Kubbs (15cm) = 180cm Kantholz ca.7x7cm (3m 58x58mm = 3,87 EUR im Baumarkt); 6 Wurfhölzer 30cm x 4cm Durchmesser = 180cm Rundholz ( 2x1m: 13 EUR im Baumarkt) -> sehr teuer! hat da jemand eine Idee, wo man das billiger bekommt?
2 oder mehr Farben (Lackfarbe: je 7,50 EUR im Baumarkt)
Werkzeug: Stichsäge, Sägen, Holzfarben, Pinsel, Pinselreiniger, Gläser, Sandpapier, Bohrer-Schleifaufsatz, Schraubzwingen.

Spielregeln: (Zusammenfassung verschiedener Quellen und Varianten - von lueden)

Zuerst müssen die Spielfiguren den Schema folgend aufgestellt werden. Als erstes stellt man den König in der mitte eines geeigneten Geländes auf, danach werden beidseitig in gleichem Abstand zum König zwei Reihen an je 5 Kubbs (1 Meter zwischen den Kubbs) aufgestellt.

Bildquelle: Zintdesign.de
Bildquelle: Zintdesign (dort kann man auch das Kubb-Spiel bestellen)

Das Ziel des Spiels: Alle Kubbs des Gegners umzuwerfen und als letztes den König umzuwerfen.

Bildquelle: Swisskubb.chSpielbeginn: Jedes Team wirft einen Wurfstock von der Grundlinie aus so dicht wie möglich an den König. Wer näher dran ist, beginnt. Der König darf dabei nicht umgeworfen werden!

  • Werfen: Die Wurfstöcke werden am Ende angefasst und längs von unten geworfen (d.h. nicht quer, keine Hubschrauber- oder Schleuderwürfe). Würfe, die dieser Regel nicht entsprechen, sind ungültig und müssen wiederholt werden!

1) Team A wirft alle seine 6 Wurfstäbe von der Basislinie aus und versucht, die 5 Kubbs von Team B zu treffen. 

  • Wer den König trifft, bevor alle gegnerischen Kubbs umgeworfen sind, hat sofort verloren!

2a) Team B ist dran und wirft zuerst die evtl. umgefallenen Kubbs von der eigenen Basislinie aus in die gegnerische Spielhälfte. Tip: Die Kubbs möglichst nahe hinter die Mittellinie werfen. Team A stellt die geworfenen Kubbs an Ort und Stelle auf.

  • Falls ein geworfener Kubb einen vorher platzierten Kubb trifft, dürfen die beiden Kubbs aufeinander gestellt werden.
  • Man hat 2 Versuche pro Kubb, diesen von der Basislinie aus in die gegnerische Platzhälfte zu werfen. Gelingt dies nicht, kann der Gegner den Kubb frei platzieren. Tip: Eine ganz fiese Strategie ist es den Kubb gleich eine Kubblänge (Mindestabstand!) hinter dem König zu platzieren.

2b) Team B wirft nun die 6 Wurfstäbe von der Basislinie aus und versucht, zuerst -falls vorhanden- die eigenen gerade im Spielfeld platzierten Kubbs zu treffen. Die umgeworfenen Kubbs werden aus dem Spiel entfernt.

  • Zuerst müssen alle eigenen Kubbs umgeworfen werden. Falls ein Kubb der gegnerischen Mannschaft umgeworfen wird, obwohl noch eigene Kubbs im Feld stehen, muss dieser wieder aufgestellt werden.

2c) Sobald die vorderen Kubbs umgeworfen sind, kann man die Kubbs auf der gegnerischen Basislinie angreifen.

3a) Team A ist wieder dran und wirft die umgeworfenen Kubbs von der Basislinie ins gegnerische Feld.

  • Die Kubbs werden immer von der Basislinie aus geworfen.

3b) Wenn jetzt noch gegnerische Kubbs im eigenen Feld stehen, darf man bis zum vordersten Kubb gehen und von dort aus werfen! Zuerst wieder die eigenen Kubbs beseitigen, dann die gegnerische Grundlinie angreifen.

  • Wenn alle gegnerischen Kubbs umgeworfen sind, darf mit den übrigen Wurfstäben von der Grundlinie aus der König angegriffen werden.

Spielende: Ein Team hat gewonnen, wenn es alle Kubbs des Gegners und danach den König umwirft.

  Diese Anleitung als PDF zum Drucken

  Spielanleitung 1 (PDF) auf Swisscub.ch
  Spielanleitung 2 (PDF) auf Kubbaner.de
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  <|8-D >0== lueden.  15.09.2004